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Mittwoch, 1. September 2010

Metroid: Other M Review

Mein heutiges Blogfeuerwerk möchte ich mit einem kleinen Review zu Metroid: Other M beenden.

Der Metroid-Serie habe ich mich lange stur gegenüber gestellt. Mein erster Kontakt zu NES-Zeiten war geprägt von einer unaushaltbaren Steuerung und Sprungphysik des Charakters, und damit hatte sich das Spiel für mich erledigt. Als Metroid auf dem Gamecube den Sprung in die Dritte Dimension wagte, war das Thema auch uninteressant für mich. Sah halt aus wie ein generischer Shooter, und auf einer Konsole muss ich First-Person-Shooter wirklich nicht haben.

Nur durch constant nagging einer hier nicht mitlesenden Person ;) habe ich Metroid Prime dann doch eine Chance gegeben. Und war zugegebenermaßen davon begeistert. Metroid Prime ist so viel mehr als ein generischer Shooter - es ist ein exploratives Adventure in dem das Schießen endlich mal nur Beiwerk des Vorankommens ist, und nicht Selbstzweck. Die Jump'n'Run-Einlagen waren zwar kein Highlight, aber überraschend gut umgesetzt. Die Erkundung der liebevoll gestalteten Welt hat jedenfalls Maßstäbe für mich aufgestellt, die bis heute von keinem Next Generation-Spiel erreicht wurden.

Im Zuge dieser Erfahrung habe ich vor kurzem auch Super Metroid als Emulation auf dem PC eine weitere Chance gegeben. Und mit angeschlossenem 360-Gamepad war das sogar auch spielbar und spaßig. Die Item-Exploration ist hier noch ausgeprägter, die Welt noch umfangreicher - aber in plattem 2D war das ganze für mich nicht so immersiv wie Metroid Prime. Das bessere Super Metroid war da für mich der 360-XBLA-Knüller Shadow Complex. Tolle Steuerung, liebevoll entworfene Welt, ausführliche Backtrackingmöglichkeiten und Alternativrouten. Hach, war das super.

Nun war also endlich auch mal wieder die Zeit gekommen, meine Wii zu entstauben und mit dem neuesten Teil Other M zu füttern (US-Release letzte Woche, EU am Freitag). Das Team hat erneut gewechselt, und zwar kamen diesmal die Macher vom 3D-Prügler Ninja Gaiden zum Einsatz, einem God-of-War ähnlichem Spiel dass sehr cinematisch und bockschwer spielbar ist, und mich aufgrund nicht enden wollender Gegnermassen und merkwürdiger Steuerung nie motiviert hat zu spielen.

Was erwartet man von so einem Team mit der gehaltvollen Metroid-Serie anzustellen? Wenn man den ersten Trailern glauben schenkt, dann hervorragendes: Eine Mischung aus 2D-Action (in 3D-Welten) und First-Person-Sequenzen, ebenfalls cinematische Kampfsequenzen und eine optisch sehr explosionsartige Präsentation.

Die Story setzt am Ende von Super Metroid an: Samus Aran kehrt von ihrem letzten Einsatz zurück, Space Pirates, Ripley und Metroids sind Geschichte - nur auf so ner doofen Raumstation ist plötzlich mal wieder Endzeitstimmung und Alarmsignale. Samus trifft auf der Raumstation ein und muss merken, dass ein Team der Föderation bereits anwesend ist. Passenderweise ist jenes Team dasjenige welche, mit dem Samus damals ihre Ausbildung genossen hat. Der Captain der Einheit ist der Vertraute Samus', der sie nach dem Tod ihrer Eltern aufgezogen hat.

Und so beginnt eine Geschichte von einer mysteriösen Raumstation und einem klassischen Azubi/Mentor-Zwist.
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Geschrieben von garvin in Spiele um 10:46 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)
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Poetry Slam "Reim Fire"

Gestern war ich zum ersten Mal (in Begleitung von einem unterhaltsam-freundlichen Damen-Trio) bei einem Poetry Slam. Wie ich einer Passantin beim Schlangeanstehen auch erklärte geht es hier um mehr oder weniger amateurhafte Lyriker, die ihre kurzen Gedichte, Reime, Gedanken auf einer Bühne dem Publikum vortragen und von diesem bewertet werden. Diese hübsch ausgestaltete Beschreibung wurde von der Passantin übrigens nur mit "Jaja, ich weiß was Poetry bedeutet" gekontert.

In meinem jugendlichen Elan natürlich ungebremst habe ich begierig die überfüllte Veranstaltung aufgesogen, auch wenn es aus der hintersten Ecke am Köln-Ehrenfelder Bahnhofsjugenddingscenter war. Immerhin mit Sitzbank, die wir geschickt aus einer Ecke rekrutiert haben.

Insgesamt standen an dem Abend ganze 11 Personen auf der Bühne, das Programm war also ordentlich lang. 4 Bielefelder waren anwesend, obwohl auch hier gerätselt wurde aus welcher Stadt die denn wirklich kamen. Dafür waren 3 davon aber auch äusserst unterhaltsam. Aber ich greife vor.

Die rund 5-minütigen Vorträge wurden unterbrochen von tendentiell zu leiter Einführungsmusik und einem engagiert-freundlichem Moderator. Anfangs fürchtete ich, bei einem Poetry Slam recht viel komplexe, langatmige und verschrobene Stücke vorgetragen zu bekommen, was sich aber (zum Glück? leider?) nicht bewahrheitete. Im Gegenteil, das ganze war fast eher eine Comedy-Veranstaltung. Alle Texte haben sich mehr oder weniger stark gereimt, wurden recht flüssig vorgetragen (teils auswendig, teils vom Zettel) und bis auf ein oder zwei Texte hatten alle einen sexistischen Comedy-Bezug.

Viele Inhalte kriege ich nicht mehr zusammen: Da war ein Heavy-Metal-Typ, der aus einem Tagebuch eines Heavy-Metal-Typens rezitierte (true!). Da war der Lampen-Man, der Lichtanalogien um sich schmiss. Der dezent-homosexuelle Politik-Ambitionierte mit seinem Teddybären, mit dem er Merkel und Westerwelle entführen wollte. Eine Rollstuhlfahrerin, die (als verschrobenste des Abends) ihre Alien-Entführungs-Weissagungs-Story zum besten gab. Dann einer, der über "Es könnte alles so einfach sein" referrierte, und dem man später den Plagiatsvorwurf zu Sebastian23 machte. Dann noch ein verkokst erscheinender Schüttelreimer, der uns mit seiner Wortlautstärke überstrapazierte.

Das alles und noch viel mehr war wirklich sehr kurzweilig, und für einen Einlass von 5 Euro mehr als gut angelegtes Geld. Ich würd's wieder machen, tendentiell aber lieber mit weniger Teilnehmern - wie auch die Organisation für das nächste Mal ankündigte.

Aber jetzt habe ich schon wieder vorgegriffen, denn jeder Beitrag wurde vom Zuschauer bewertet (mittels Rosen- und Handzeichen) und durchgezählt. Im Finale galt dann nur noch der Applaus, vermutlich weil die Rechenaktion im Publikum einen beachtlichen Teil des Abends in Anspruch nahm. Gewonnen haben Sven und der Bär, den ich auch deutlich am sympatischsten fand.

Daumen Hoch!
Geschrieben von garvin in Media um 09:31 | Kommentare (2) | Trackbacks (0)
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Inception

Wo ich die letzten Tage dieses Blog etwas befülle, wäre es wohl eine Schandtat nicht auch noch in ein paar Sätzen auf Inception einzugehen.

Christopher Nolan, derzeitiger Hollywood's Darling (Batman, Memento), darf in diesem Film eine lang ausgeklügelte (lies: selbst geschriebene) Geschichte über den Traum-Extraktor Cobb (Leonardo DiCaprio) erzählen.

Mit einem nicht näher relevanten Gerät schafft Cobb und sein Team, in die Träume seiner Zielpersonen einzudringen, in deren Unterbewusstsein zu wüten und Informationen zu wirtschaftsspionieren. Bei einem dieser Aufträge bietet ihm ein einflussreicher Industrieller einen Deal an: Cobb's Exilierung in Amerika (wo seine Kinder noch leben) soll rückgängig gemacht werden, und im Gegenzug muss Cobb bei einem Erz-Konkurrenten in den Traum eindringen. Und dort anstelle Informationen zu extrahieren welche zu pflanzen. Diese Meisterleistung der Inception (Eingebung) ist der heilige Grahl in Cobb's Profession.

Also stellt er in fröhlicher Oceans 4711-Manier sein Team von Profis zusammen, um die gestellte Aufgabe zu meistern...
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Geschrieben von garvin in Kino / Video um 09:12 | Kommentar (1) | Trackbacks (0)
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Dienstag, 31. August 2010

The Killer Inside Me

Bei The Killer Inside Me berichtet der Einzelgänger und Sheriff Lou (Casey Affleck) von seinem Leben in einer texanischen Kleinstadt der '50er. Geleitet von Schmiergeldschiebereien, Prostituierten und einem mysteriösen Unfall seines Stiefbruders schliddert Lou so durch seinen Alltag, und kommt an dem ein oder anderen Mord nicht vorbei.

Mehr storyrelevantes ohne Spoiler zu erzählen ist schon fast unmöglich. Insgesamt ist der Film auch eher stimmungs- als handlungsgeleitet, schon eher im Stil der Coens, wenn auch deutlich explizit brutaler. Grundsätzlich merkt man dem Film auch sehr deutlich an, dass er von einem Buch abgeleitet ist.

Die 50er-Jahre Atmosphäre kommt durch diverse Kulissen sehr gut rüber, und es ist mal ein anderes Setting für einen Film Noire ähnlichen Streifen. Der Film steht und fällt mit Casey Afflecks gekonnter Portraitierung eines Soziopathen in Reinform.

Bei den Morden, die hier gezeigt werden, war ich doch häufig so angewidert dass ich kaum hinsehen wollte. Und das, wo ich auch bei Saw-Streifen sonst stets den "Film dahinter" sehe. Das hier gezeigte wirkt so erschreckend authentisch, und beängstigend vertont, dass man einfach nur auf das Geschehen starrt und sich fragt, ob man nun eine Erkenntnis dadurch erlangen soll.

Im späteren Verlauf des Films mangelt es mir zu sehr an Motivation und Moral für den Zuschauer, ich bin mir unschlüssig was der Film mir sagen wollte. Es wäre wohl interessant mal das Buch zu lesen um zu sehen, ob hier (unterschwellig?) noch mehr "Denouement" vorhanden ist als im Film.

Nichts für zarte Nerven, aber schauspielerisch und filmisch recht anspruchsvoll umgesetzt. 7/10 IMDB-Punkte.
Geschrieben von garvin in Kino / Video um 09:19 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)
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Freitag, 27. August 2010

Toy Story 3, Salt

Ich glaube, ich war schon ewig nicht mehr zweimal in einer Woche im Kino. Anfang der Woche mit dem Lieblingsfreundeskreis in Toy Story 3 (3D), und gestern in Salt.

Als großer Toy-Story Fan war ich vom dritten Teil etwas enttäuscht. Die Storyline war aus den ersten beiden Teilen zusammengeklaubt, und etwas uninspiriert. Die Kerngeschichte um "böse Faschisten-Spielzeuge" fand ich nicht so unterhaltsam. Die 3D-Effekte waren die 3D-Brillenschwere kaum wert, und die deutsche Synchro mit dem Bully-Team ging für mich garnicht klar. Dennoch gibt es schlechtere Animationsfilme, aber begeistert hat mich der Film nicht. Gerade die End-Auflösung war mir sehr Pixar-untypisch, und die von mir so geschätzte Pixar-Moral bleibt auch ziemlich auf der Strecke.

Schlimmer war allerdings Salt gestern abend. Ursprünglich hatte ich aufgrund diverse Vorschusslorbeeren (Ebert, Slashfilm) recht hohe Erwartungen:

But Salt knows exactly what it wants to be: a pure, simple, over-the-top, balls-to-the-wall action thriller

Grundsätzlich trifft das zu, man hätte den Satz allerdings ergänzen müssen um "with a shitload of convoluted, diverging and lifeless storylines and characters". Aber zurück zum Plot: Evelyn Salt ist eine toughe CIA-Agentin, die von einem russischen Agenten als Doppelagentin dahingestellt wird. In Sorge um ihren Mann, der in die Affäre hineingezogen werden könnte, versucht sie nun dem CIA zu entkommen und dem russischen Spionageuntergrund zuvorzukommen in deren Plan, den russischen Präsidenten zu töten.

So, oder so ähnlich.

Was folgt ist eine Hetzjagd auf, mit und von Salt - die vor allem den Zuschauer immer einen Schritt hinter dem Plot hinterherlaufen lässt, und versucht dem voraussehbaren Twist zu entkommen.

Ab der 10. Minute wurde mir auch klar, dass ich mangelnde Recherchearbeit geleistet habe: Salt stammt aus der Feder von Kurt "Wimmsy" Wimmer, dem wir so Werke wie Ultraviolet und Equilibrium zu verdanken haben. Nun gut, letztgenannter war garnicht so schlecht - aber Salt ist de facto nur eine weitere Version von Ultraviolet und auch ähnlich strukturiert wie Aeon Flux.

Muntere Actioneinlagen zum Selbstzweck, mit einer Hauptakteurin die flacher nicht sein könnte. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn Angelina Jolie anzusehen ist furchteinflössend und erinnert mich an den Kartoffelkopf aus Toy Story 3, als er nur aus einem Abschminkpad besteht. Viel! Zu! Dürr! Ekelhaft. Schade eigentlich, denn im auch etwas hirnrissigen Wanted gefiel sie mir noch ganz gut.

Die letzte halbe Stunde von Salt sorgte bei mir nur für konstantes Facepalming aufgrund der obskuren, fehlgeleiteten Story mit halbgaren Charakteren, für die man als Zuschauer keinen Deut empfinden kann.

Toy Story 3: 7/10 IMDB-Punkte
Salt: 3/10 IMDB-Punkten
Geschrieben von garvin in Kino / Video um 11:44 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)
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Samstag, 3. Juli 2010

Hauppauge WinTV7 aero auf Netbook installieren

Für mein Netbook habe ich einen günstigen USB-DVB-T-Receiver gekauft, die WinTV aero. Leider ließ sich die Software nicht auf dem Netbook durch einfaches kopieren der Dateien auf der mitglieferten CD installieren, weil es nach Original-CD verlangte. Bei einem Netbook natürlich nicht ganz so easy.

Eine kurze Recherche im Netz brachte keine Ergebnisse, also hier meine Lösung:

1. Auf einem Rechner mit CD-Laufwerk mittels isorecorder ein ISO-Image der Original-CD erstellt
2. Auf dem Netbook Daemon Tools installiert
3. Auf dem Netbook das ISO mittels Daemon Tools gemounted, und siehe da, alles wird erkannt. Auch das Update.

Fazit übrigens: Das Netbook (Samsung NC10, Atom) hat genügend Power, um DVB-T flüssig zu decoden. Akkulaufzeit dann allerdings nur 2,5 statt 4 Stunden.
Geschrieben von garvin in Blafasel um 13:11 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)
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Dienstag, 1. Juni 2010

Was vom Spielefrühling übrig blieb...

Bei dem schlechten Wetter in den letzten Monaten bleibt einem ja kaum etwas anderes übrig, als im Wohnzimmer zu versauern, während die Freundin ihrem Studium fröhnt.

Es hat sich eine ganze Menge an Spielen angestaut, die ich zwar durchgespielt habe, aber hier noch garnicht erwähnt. So kann das natürlich nicht bleiben.

Es folgt ein Kurzabriss zu: Darksiders, Bioshock 2, Bayonetta, God of War 3, Ratchet & Clank: A Crank in Time, Left 4 Dead 2, Splinter Cell: Conviction, Colin McRae Dirt 2, Ghostbusters, Super Mario Galaxy 2, Red Dead Redemption.
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Geschrieben von garvin in Spiele um 08:27 | Kommentare (3) | Trackbacks (0)
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Freitag, 21. Mai 2010

I feel Flattrd

Isotopp hat auf seinem Blog von flattr berichtet. Das war für mich der tipping point, um mich auch selbst ernsthaft mit flattr zu beschäftigen, das derzeit behypt wird.

Flattr ist eine Social-Micropayment-Service, auf dem man ein Budget verwalten kann, das anderen Leuten (und auch einem selbst) zu Gute kommen kann, die kostenlosen Content produzieren. Wie der Dienst schon selbst sagt, es ist etwas zum Liebe zurückzugeben. Solche hehren Weltverbesserungsziele unterstütze ich immer gerne.

Daher habe ich auch für Serendipity ein Flattr-Plugin gebastelt, dass nun auch hier zum Einsatz kommt. Wer es gerne benutzen will findet es beim üblichen Verdächtigen Spartacus. Man kann damit pro Eintrag bestimmen ob ein Eintrag geflattrt werden soll, mit welchen Attributen etc.

Mehr zu dem Plugin gibt es im s9y blog.
Geschrieben von garvin in PHP / Software um 09:17 | Kommentare (5) | Trackbacks (2)
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Montag, 10. Mai 2010

Serendipity 1.5.3 - Sicherheitsfix

Stefan Esser, Rächer der Exploitierten, Injection-Schnüffler Extraordinaire und Fiebertraum aller Entwickler hat im Rahmen des diesjährigen Month of PHP Security mal wieder zugeschlagen, und unter anderem eine größere Sicherheitslücke in Xinha gefunden.

Xinha ist ein WYSIWYG-Editor, der angenehm komfortabel ist und dessen Vorgänger htmlarea seit Urzeiten in Serendipity integriert war. In Version 1.4 haben wir den Umzug auf Xinha gemacht, der mittlerweile einiges an neuen und coolen Features bietet. Viele davon nutzt Serendipity garnicht unbedingt, und das wurde uns jetzt zum Verhängnis.

Ein Sicherheitsleck in deren Plugin-API ermöglicht die Übermittlung von dynamischen Parametern zur Konfiguration des Xinha-Backends, das unter anderem das ImageManager und ExtendedFileManager-Plugin einsetzt. Diese PHP-Dateien sind auch leider extern aufrufbar, und ermöglichen den Upload von beliebigem PHP-Code.

Klingt ätzend, ist es auch. Serendipity's neue Version hat diese Funktionalität nun kurzerhand deaktiviert, und alle Serendipity-Nutzer sind aufgefordert entweder auf 1.5.3 zu aktualisieren oder kurzerhand die Datei htmlarea/contrib/php-xinha.php zu löschen. Wenn das Xinha-Team den Bug etwas genauer inspiziert und behoben hat, wird es sicher nochmal einen korrekteren Fix als unseren geben.

Bitte weitersagen, schnell fixen, und Stefan für das Finden danken. Nur durch derartigen, unermüdlichen Einsatz werden OpenSource-Systeme im täglichen Einsatz sicherer, und die Entwickler sensibler auf derartige Lücken hingewiesen. Auch wenn solche Lücken kurzfristig immer weh tun, derartige Full Disclosures sind unabdingbar. Danke, Stefan!
Geschrieben von garvin in PHP / Software um 13:37 | Kommentare (0) | Trackback (1)
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Samstag, 8. Mai 2010

Boxenstop

Vor gut 2 Jahren habe ich meinen Motorradführerschein gemacht, und mir damals von einem Schwipp-in-spe-Verwandten eine auf 34 PS gedrosselte Yamaha Diversion gekauft. Erstmal locker anfangen, habe ich mir damals gedacht, und es nur eine Saison ausgehalten.

Mutig habe ich daraufhin auf eigene Faust bei einem Hinterhof-Händler eine Suzuki Bandit 600S gekauft. Zum einen, weil ich die Bandits schon immer total hübsch fand, zum weiteren weil sie mit 78PS etwas mehr Wumms hatte und zum anderen weil ich meine Suzuki gut in Zahlung geben konnte.

Die folgende Saison habe ich nicht wirklich ausnutzen können, hauptsächlich wegen Steiß/Beckenbodenmuskelproblemen. Um dem entgegenzuarbeiten hatte ich die Hoffnung mit einer besser gepolsterten Sitzbank entsprechendes ausgleichen zu können. Mit etwas Recherche stand schnell fest, das mann in so einem Fall eine Bagster Seatster-Bank haben will.

Etwas Recherchezeit später stand auch fest, dass die Lieferzeit der Sitzbänke unverschämt lange dauert, da die Bänke wohl in Frankreich ausschließlich auf Kundenwunsch gefertigt werden. In 2-3 angefragten Werkstätten sagte man mir etwas von 8-9 Wochen.

Die Recherche endete dann bei Boxenstop Motorradsport in Bonn. Kurz per E-Mail angefragt, und eine freundliche Mail zurückbekommen dass die Lieferung kein Problem sei. Einen persönlichen Kontakt vor Ort später war die Bank bestellt, individualisiert bestickt/befärbt, und pünktliche 3 Wochen später schon auf meinem Motorrad montiert.

Die Schmerzen hat das ganze, wie sich mittlerweile rausstellte, zwar leider nicht behoben - aber komfortabel ist's trotzdem.

Kommen wir aber jetzt zum eigentlichen Grund dieses Eintrags. Die damals gekaufte Bandit musste diesen Mai zum TÜV, also habe ich sie aus der Überwinterung in der Garage bei meinen Eltern befreit und mit etwas Batterieladeaufwand zum Boxenstop geführt. Da die Reifen auch Ermüdungszeichen zeigten und die Bandit mir ja noch 1-2 Saisons erhalten bleiben soll, wollte ich hier die Michelin Pilot Road 2's aufziehen lassen.

Christian vom Boxenstop hat meine Bandit dann insgesamt mal komplett unter die Lupe genommen, und natürlich auch direkt zahlreiche Dinge gefunden, die mir beim Kauf damals als Laie (der ich immer noch bin) überhaupt nicht bewusst waren. Feuchtigkeit hier, falsch aufgesetzte Stopfen dort, zickende Gabefederung, angerostete Ventile und und und.

Netterweise hat mich Christian die ganze Zeit über die Sachen auf dem laufenden gehalten, auch wenn die Maßnahmen am Ende mein Instandssetzungsbudget bis zum äußersten ausgereizt haben.

Gerade komme ich von der Rückfahrt aus Bonn heim und muss begeistert sagen, dass das Fahrgefühl mit umjustierter Gabel, anderem Motoröl, angepassten Zündkerzen und den neuen Reifen ein völlig neues ist.

Zum Glück war heute schlechtes Wetter und ich habe einen Integralhelm, denn sonst hätte ich vor Grinsen vermutlich heute nichts anderes mehr essen müssen.

Tolle Arbeit im Boxenstop. Christian braucht die Werbung sicher nicht, wie ich seiner Auslastung und Engagement entnehme - aber dennoch soll das hier mal gesagt sein. So einen ausführlichen Reparaturbericht und die persönliche Beratung genießen zu können ist sicher nicht üblich. Danke!
Geschrieben von garvin in Blafasel um 12:58 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)
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Kommentare

Garvin zu Poetry Slam "Reim Fire"
Mi, 01.09.2010 15:24
*Ich hatte persönlich auch sogar eher erwartet, dass auf dem Slam mehr ernsthafte/anregende Texte vorgetragen werden. [...]
Karsten zu Poetry Slam "Reim Fire"
Mi, 01.09.2010 14:57
*Mich stört ja an Poetry Slams eher, dass sie eben mehr eine Comedyveranstaltung sind als seriöse Dichterwettstreite. N [...]
Toby zu Inception
Mi, 01.09.2010 09:56
*Schließe mich Deiner Kritik voll und ganz an. Hervorragend auf den Punkt gebracht.
Christian zu Was vom Spielefrühling übrig blieb...
Mi, 02.06.2010 14:29
*Hmmm, ja geb ich Dir recht. Aber da meine PS3 erst am Freitag eintrifft (freu) war ich ja regelrecht gezwungen ;-) A [...]
Garvin zu Was vom Spielefrühling übrig blieb...
Mi, 02.06.2010 14:01
*Hhm, also von Red Steel 2 war ich damals bei der Gamescom wenig überzeugt, und auch die Reviews dazu haben mich nicht s [...]

Über mich

Ich heiße Garvin Hicking, wohne in Köln und bin alt genug um ein Blog führen zu dürfen. Derzeit arbeite ich als Webentwickler bei Faktor E, bin gelegentlich selbständig tätig und arbeite mit PHP, (My)SQL und XHTML/ XML/ CSS/ JavaScript.

Meine Freizeit nutze ich zur Entwicklung von Serendipity und phpMyAdmin - und (nicht nur) wenn ich genug von Computer habe, genieße ich das Leben mit meiner Freundin Emba im Kino, hinter der Fotokamera, daheim oder bei unseren Freunden. Und ein Gesicht habe ich auch:
Garvin Hicking
Facebook / Xing

Zend Certified PHP Engineer

Legasthenie-Info

Dieses Blog strotzt vor Komma-Fehlern. Ich bekenne eigenständig, öffentlich und freiwillig im Vollbesitz meiner geistigen und Halbbesitz meiner ortographischen Fähigkeiten, auf diese Fehlern zu bestehen und erkläre, der neuen Deutschen Rechtschreibung bisher nicht anheim gefallen zu sein. Wer zusätzliche Fehler findet, darf sie ebenfalls behalten. :-)

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